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Bodengutachten
Die stetigen Appelle der BI und das zunehmende Umweltbewusstsein der Anwohner, führten bei den verantwortlichen Behörden zu der Erkenntnis, dass auf dem Schießstand eine Bodenuntersuchung zur Gefahrenabschätzung erforderlich ist.
Die Betreiberin der Schießanlage konnte aus finanziellen Gründen keinen Auftrag zur Bodenuntersuchung geben, sodass der Kreis Rendsburg-Eckernförde einen Gutachter beauftragte und in finanzielle Vorleistung gehen musste.
Das vom Kreis Rendsburg Eckernförde in Auftrag gegebene Bodengutachten ist schlimmer ausgefallen als befürchtet. Auf dem annähernd elf Hektar großen kontaminierten Bereich sind besonders die Gebiete in der Fuhlenau - Niederung extrem stark belastet. Die Grenzwerte für Blei sind großflächig mehr als das Hundertfache überschritten worden. Nachfolgeuntersuchungen sind erforderlich und werden z. Zt. durchgeführt.
Außerdem ergaben die Bodenuntersuchungen auf dem Schießstand, im Bereich Zufahrt und Parkplatz, eine hohe PAK-Bodenbelastung. Das unerlaubte Aufbringen von PAK-haltigen Wurfscheiben als Befestigung dieser Flächen ist visuell erkennbar. PAK-haltige Wurfscheiben sind Sondermüll und müssen umweltgerecht entsorgt werden. Das stark krebserregende Benzopyren überschreitet die Prüfwerte um ein Vielfaches. Wir befürchten, dass während der trockenen Jahreszeit durch Kfz-Verkehr Stäube des krebserregenden Materials aufgewirbelt werden, die dann durch Winde in die angrenzenden Wohngebiete getragen werden und die Anwohner gefährden.
Wir wollen erreichen, dass die Untersuchungsergebnisse, die mit öffentlichen Geldern ermittelt wurden, Konsequenzen nach sich ziehen und nicht alles so bleibt wie es ist oder durch eine Verlegung der Anlage noch größere Schäden für Mensch und Umwelt entstehen.
Für das Bodengutachten und den Nachfolgeuntersuchungen muss der Steuerzahler einen sechsstelligen Euro Betrag erbringen. Die Kosten für Sanierung der mit Blei, Antimon, Arsen und Benzopyren kontaminierten Flächen würden zwischen fünf und zehn Millionen Euro betragen, für die letztendlich ebenfalls der Steuerzahler aufkommen muß.
Erde ist unsere Lebensgrundlage. Erde ist mehr als Dreck und Staub. Es wird Zeit, den fruchtbaren Boden nicht wie den letzten Dreck zu behandeln (Karsten Schwanke, Abenteuer Wissen)
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